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Vorlesungen

Vorlesungen in Alter Geschichte

 
Titel
Die Mittelmeerwelt im 6. Jh. n. Chr. (Überblicksvorlesung)
Dozierende
Prof. Dr. Peter Eich
Uhrzeit
Mi., 10-12 Uhr
Raum         
HS 1098
Typ
Vorlesung
Veranstaltungsnummer
06LE11V-S1501
Kommentar
Das 6. Jahrhundert ist eine Übergangszeit der Mittelmeerwelt. Im Westen verfestigten sich neue Königreiche als politische Ordnungen, in der östlichen Hälfte bildete sich langsam ein neues, Byzantinisches Reich heraus. Transformationen lassen sich aber nicht nur im Bereich der Politik, sondern in vielen gesellschaftlichen Feldern ausmachen, so in der Religion, dem Kriegswesen oder allgemein der Mentalität. Die Vorlesung versucht einen Überblick über Formen, Gründe und Geschwindigkeiten des Wandels zu geben.
Literaturhinweise
R. Pfeilschifter, Die Spätantike. Der eine Gott und die vielen Herrscher, München 2014
S. Mitchell, A History of the Later Roman Empire, AD 284 – 641. The Transformation of the Ancient World, Malden 2007
A. Cameron u.a. (Hgg.), The Cambridge Ancient History 14. Late Antiquity: Empire and successors A.D. 425 - 600, Cambridge ²2000
 
 
Titel
Einführung in die griechische Religion (Überblicksvorlesung)
Dozierende
Prof Dr. Sitta von Reden
Uhrzeit
Mi., 10-12 Uhr
Raum         
HS 1221
Typ
Vorlesung
Veranstaltungsnummer
06LE11V-S1502
Kommentar
Religion war zentral für alle Bereiche des antiken Lebens und ist untrennbar mit der antiken Gesellschaft, Politik, Kunst und Literatur verbunden Sie gehört auch zu den Dingen, die die Nachwelt am meisten an der Antike fasziniert. In dieser Einführungsvorlesung werden zentrale Aspekte der griechischen Religion - Mythos, Ritual, Opfer, Feste, Heiligtümer usw. - vorgestellt und Grundlinien ihres Zusammenhangs aufgezeigt. Angesichts der vielfältigen lokalen Ausprägungsformen antiker Religion sollen aber auch ganz lokale Varianten von Mythen, Festen und Göttergruppen in den Blick genommen werden. Chronologisch bedeutet griechische Religionsgeschichte, eine Zeitspanne von über 700 Jahren zu verfolgen, die im Ostmittelmeerraum von der homerischen Zeit bis zum Ende des Hellenismus 30 v. Chr. reichte.
 
Ein regelmäßiges Lektürepensum begleitet die Vorlesung, die zum Erwerb einer Studien- bzw. Prüfungsleistung mit einer Klausur abgeschlossen wird.
Literaturhinweise
Rosenberger, V., Religion in der Antike. Darmstadt 2012.
Linke, B., Antike Religion. Enzyklopädie der griechisch-römischen Antike. München 2014.
Bruit-Zaidmann, L./Schmitt-Pantel‚ P., Die Religion der Griechen. Kult und Mythos. München 1994.
 

Vorlesungen in Mittelalterlicher Geschichte

 
Titel
Religiöse Lebensformen von der Spätantike bis zum Hochmittelalter
Dozierende
PD Dr. Christine Kleinjung
Uhrzeit
Do., 14-16 Uhr
Raum
HS 1015
Typ
Vorlesung
Veranstaltungsnummer
06LE11V-20157
Kommentar
Die Vorlesung möchte einen Überblick über die vielfältigen religiösen Lebensformen und ihre Einbindung in die Gesellschaft von ca. 500-1100 geben. Behandelt werden die einzeln lebenden Asketinnen und Asketen der Spätantike, die verschiedenartigen Klostergemeinschaften des Frühmittelalters sowie die religiösen Verbände des Hochmittelalters. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf den normativen Grundbedingungen und der praktischen Ausgestaltungen des weiblichen religiösen Lebens und dem Verhältnis von Männern und Frauen gelegt.
Literaturhinweise
Zur Einführung in die Thematik: Gert Melville, Die Welt der mittelalterlichen Klöster. Geschichte und Lebensformen, München 2012; Franz J. Felten, Vita religiosa sanctimonialium. Norm und Praxis des weiblichen religiösen Lebens vom 6. bis zum 13. Jahrhundert, hg. v. Christine Kleinjung aus Anlass des 65. Geburtstags von Franz J. Felten, Korb 2011, (= Studien und Texte zur Geistes- und Sozialgeschichte des Mittelalters 4).
 
 
Titel
Überblicksvorlesung: Deutsche Geschichte im Spätmittelalter
Dozierende
Prof. Dr. Birgit Studt
Uhrzeit
Mi., 12-14 Uhr
Raum
HS 2004
Typ
Vorlesung
Veranstaltungsnummer
06LE11V-201511
Kommentar
Die Vorlesung behandelt zentrale Entwicklungslinien und entscheidende Wendepunkte in der Verfassungsentwicklung des Römisch-deutschen Reiches in seinen europäischen Bezügen. Der zeitliche Horizont reicht vom Ende der Stauferherrschaft und den zukunftsweisenden Entwicklungen auf der Ebene der Territorien und Städte seit dem sog. Interregnum, über die Verfassungsexperimente des 14. Jahrhunderts, die konziliare Bewegung und die Versuche zur Reichs- und Kirchenreform im 15. Jahrhundert bis hin zu Maximilian I.
Literaturhinweise
 
 

Vorlesungen in Neuerer und Neuester Geschichte

 
Titel
Europa zwischen Westfälischem Frieden und Französischer Revolution (Überblicksvorlesung)
Dozierende
Prof. Dr. Ronald G. Asch
Uhrzeit
Di., 10-12 Uhr
Raum
HS 3219
Typ
Vorlesung
Veranstaltungsnummer
06LE11V-20151
Kommentar
Die Vorlesung wird sich vor allem auf die Geschichte Deutschlands, Frankreichs und Englands konzentrieren und hier Grundzüge der politischen Entwicklung ebenso skizzieren wie den beschleunigten sozialen und wirtschaftlichen Wandel des 18. Jahrhunderts, der in England besonders wichtig wurde. Auch soll die Frage gestellt werden, ob man seit der Mitte des 18. Jahrhunderts von einer zunehmenden Krise des Ancien Régime sprechen kann, oder ob solche Interpretationen doch eher ex post facto Urteile sind, die den Umbruch der Französischen Revolution immer schon voraussetzen.
Literaturhinweise
 
 
 
Titel
Das islamische Mittelasien seit der frühen Neuzeit (15. bis 20. Jhdt.)
Dozierende
Prof. Dr. Tim Epkenhans
Uhrzeit
Do., 14-16 Uhr
Raum
HS 3219
Typ
Vorlesung
Veranstaltungsnummer
06LE11V-20155
Kommentar
Die Vorlesung bietet einen Überblick über die Geschichte des islamischen Mittelasiens (Iran, Afghanistan, Pakistan, Zentralasien) zwischen dem 15. und 20. Jhdt. Anstelle einer chronologischen Darstellung werden zentrale strukturgeschichtliche Themen herausgearbeitet: Herrschaftslegitimation und Politik, Pastoralnomaden und städtisch-sesshafte Bevölkerung, Islam & islamischen Recht, Kolonialismus und Dekolonisierung.
Literaturhinweise
Axworthy, Michael (2011). Iran: Weltreich des Geistes ; von Zoroaster bis heute. Berlin: Wagenbach.Paul, Jürgen (2012). Zentralasien. Frankfurt/M.: S. Fischer (Neue Fischer Weltgeschichte, Bd. 10).
 
 
Titel
Das Zeitalter der Aufklärung (Frühe Neuzeit)
Dozierende
PD Dr. Isabelle Deflers
Uhrzeit
Do., 12-14 Uhr
Raum
HS 3219
Typ
Vorlesung
Veranstaltungsnummer
06LE11V-20153
Kommentar
In der „Berlinischen Monatsschrift“ vom Dezember 1783 erschien die berühmte Frage: „Was ist Aufklärung?“. Daraus entfaltete sich die „Aufklärungsdebatte“, die zur Festlegung der Grundprinzipien der Aufklärungsbewegung beitrug: „Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit“ (Immanuel Kant), Autonomie der menschlichen Vernunft, Emanzipation von herkömmlichen Traditionen, kritische Haltung gegenüber Autoritäten, pädagogischer Optimismus und der Glaube an den Fortschritt der Menschheit. Dennoch hat die neuere europäische Forschung gezeigt, dass diese scheinbar homogene Geistesbewegung, die auf Deutsch irreführend mit einem Singular formuliert wird, eine vielfältige, europäische Bewegung umfasste. „Radical Enlightenment“, „democratic Enlightenment“ „premières et secondes Lumières“: Die unterschiedlich konnotierten „Aufklärungen“ innerhalb Europas werden anhand deren wichtigsten Hauptvertretern, deren Hauptmerkmalen, Ähnlichkeiten und Differenzen im Laufe der Vorlesung dargestellt, um ein breites Spektrum jener Aufklärungsbewegungen anzubieten, die im Epochenbegriff „Aufklärung“ enthalten sind.
 
Teilnahme ohne Anmeldung
 
Beginn der VL am Donnerstag, den 23. April 2015
Literaturhinweise
Bahr, Ehrhard, Was ist Aufklärung? Kant, Erhard, Hamann, Herder, Lessing, Mendelssohn, Riem, Schiller, Wieland, Thesen und Definitionen, hg. von Ehrhard Bahr, Stuttgart ²2008; Borgstedt, Angela, Das Zeitalter der Aufklärung, Darmstadt 204; Cassirer, Ernst, Die Philosophie der Aufklärung, Hamburg 2007 [zuerst 1932]; Hardtwig, Wolfgang (Hg.), Die Aufklärung und ihre Weltwirkung, Göttingen 2010; Jüttner, Siegfried und Jochen Schlobach (Hg.), Europäische Aufklärung(en) / Einheit und nationale Vielfalt Hamburg 1992; Meyer, Annette, Die Epoche der Aufklärung, Berlin 2010; Müller, Winfried, Die Aufklärung, München 2002 (= Enzyklopädie deutscher Geschichte; Bd. 61).
 
 
Titel
Geschichte Russlands 1796-1917
Dozierende
Prof. Dr. Dietmar Neutatz
Uhrzeit
Di., 14-16 Uhr
Raum
HS 1015
Typ
Vorlesung
Veranstaltungsnummer
06LE11V-20159
Kommentar
Die siegreiche Auseinandersetzung mit Napoleon brachte Russland unter Alexander I. Gebietsgewinne und eine starke Stellung im Konzert der europäischen Großmächte. Als „Gendarm Europas“ verkörperte sein Nachfolger Nikolaus I. die Erhaltung des Status quo und den Kampf gegen die Revolution. Russlands Niederlage im Krimkrieg (1853-1856) machte die strukturellen Schwächen des Reiches offenkundig und hatte eine Epoche umfassender Reformen zur Folge, von der Aufhebung der Leibeigenschaft 1861 bis zur Einführung der allgemeinen Wehrpflicht 1874. In den achtziger und neunziger Jahren stand politisch wieder die Systemerhaltung im Vordergrund, während in Wirtschaft und Gesellschaft eine dynamische Entwicklung einsetzte. Die ungelösten Probleme entluden sich in den Revolutionen von 1905 und 1917, die jeweils im unmittelbaren Zusammenhang mit verlorenen Kriegen standen. In der Vorlesung soll ein breites Bild des Russischen Reiches entfaltet werden. Die politische Ereignisgeschichte wird ebenso berücksichtigt wie Wirtschaft, Gesellschaft, Alltag, Mentalitäten und Nationalitäten.
Literaturhinweise
Handbuch der Geschichte Rußlands. Bd. 2: Vom Randstaat zur Hegemonialmacht (1613-1856). Bd. 3: Von den autokratischen Reformen zum Sowjetstaat (1856-1945). Hg. v. Manfred Hellmann u. a. Stuttgart 1981-2001. Haumann, Heiko: Geschichte Rußlands. München, Zürich 1996. Hildermeier, Manfred: Geschichte Russlands. Vom Mittelalter bis zur Oktoberrevolution. München 2013. Kappeler, Andreas: Rußland als Vielvölkerreich. München 1992. The Cambridge History of Russia. Vol. II: Imperial Russia, 1689-1917. Hg. v. Dominic Lieven. Cambridge 2006. Schmidt, Christoph: Russische Geschichte 1547-1917. München 2003.
 
 
Titel
Geschichte des Kapitalismus
Dozierende
Prof. Dr. Dr. Franz-Josef Brüggemeier
Uhrzeit
Mi., 10-12 Uhr
Raum
HS 2004
Typ
Vorlesung
Veranstaltungsnummer
06LE11V-20152
Kommentar
Die Auswirkungen der globalen Finanzkrise, die 2008 begann, wirken bis heute fort und führten zu heftigen Diskussionen über und vehementer Kritik am Kapitalismus. Diese Diskussionen besitzen eine lange Tradition, und immer wieder gab es Überlegungen, Konzepte und konkrete Versuche, Alternativen zum Kapitalismus zu entwickeln. Zugleich hat die kapitalistische Wirtschaftsweise nicht nur zahlreiche Krisen überlebt, sondern auch eine bemerkenswerte Leistungsfähigkeit bewiesen. Die Vorlesung behandelt die Geschichte des Kapitalismus von seinen Anfängen bis in die Gegenwart. Sie erörtert die Bedingungen, unter denen er entstand, fragt nach grundlegenden Merkmalen, untersucht zentrale Entwicklungen und stellt dar, ob und welche Alternativen es gab bzw. gibt.
Literaturhinweise
James Fulcher, Capitalism, A very short introduction, Oxford 2004; Jürgen Kocka, Geschichte des Kapitalismus, München 2013.
 
 
Titel
Überblicksvorlesung 19. Jahrhundert
Dozierende
Prof. Dr. Willi Oberkrome
Uhrzeit
Mo., 10-12 Uhr
Raum
HS 3044
Typ
Vorlesung
Veranstaltungsnummer
06LE11V-201510
Kommentar
Die Vorlesung setzt drei thematische Schwerpunkte: das Zeitalter Napoleons, die Epoche der deutschen Reichsgründung und die Ära des Imperialismus. In allen Bereichen soll in die basalen Probleme der europäischen Politik eingeführt werden. Daneben sind die essentiellen Fragen nach sozialer Ungleichheit, kultureller Vielfalt und wirtschaftlicher Dynamik aufzuwerfen. Vor allem im Kontext der Reichsgründungszeit (und der kritischen Erörterung der Herrschaftspraxis Otto von Bismarcks)bieten sich vergleichende Betrachtungen zum nordamerikanischen Bürgerkrieg an. Die Diskussion über den Imperialismus legt eine globalhistorische Perspektive nahe, die asiatische und afrikanische Entwicklungen (dabei etwa den Burenkrieg in seiner kontinentaleuropäischen Wahrnehmung) wenigstens streift oder punktuell beleuchtet. In den abschließenden Sitzungen steht das Bemühen im Vordergrund, das Jahrhundert als Phase einer fundamentalen, wenn auch sektoral ungleichgewichtigen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft kenntlich zu machen.

Eine Bibliographie, die Standardwerke, neueste Einzeluntersuchungen und Handbücher umfasst, wird bei Ilias hochgestellt.

Literaturhinweise
 
 
 
Titel
Überblicksvorlesung Neuere und Neueste Geschichte II (20. bis 21. Jahrhundert)
Dozierende
Prof. Dr. Ulrich Herbert
Uhrzeit
Do., 10-12 Uhr
Raum
HS 1010
Typ
Vorlesung
Veranstaltungsnummer
06LE11V-20156
Kommentar
Deutschland, Europa und die Welt: 1956-1965

Die Vorlesung behandelt die historische Entwicklung von der Mitte der fünfziger bis zur Mitte der sechziger Jahre. In dieser Zeit erreichen sowohl der Kalte Krieg mit der Berlin- und der Kuba-Krise als auch die Dekolonialisierung ihren Höhepunkt. Wie beide Entwicklungen miteinander verbunden sind und wie andere wichtige Ereignisse und Entwicklungen dieses Jahrzehnt in diesem Kontext zu beurteilen sind (etwa das „Wirtschaftswunder“ in den westeuropäischen Staaten, die Entstalinisierung in der Sowjetunion, die Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, der Beginn der kulturellen Oppositionsbewegungen im Westen oder die Durchsetzung der Konsumgesellschaft), steht im Mittelpunkt dieser Vorlesung.
Literaturhinweise
Heinrich August Winkler: Geschichte des Westens Bd. 3: Vom Kalten Krieg zum Mauerfall, München 2014; Ulrich Herbert: Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert, München 2014.
 
 
Titel
Geschichte der internationalen Politik, Teil II - seit den 1970ern
Dozierende
PD Dr. Jan Eckel
Uhrzeit
Di., 10-12 Uhr
Raum
HS 2004
Typ
Vorlesung
Veranstaltungsnummer
06LE11V-20154
Kommentar
Die siebziger Jahre können als eine Phase der Transformation der internationalen Politik begriffen werden: Der Kalte Krieg trat mit den entspannungspolitischen Initiativen und der zunehmenden Bedeutung Chinas in ein neues Stadium; es machte sich eine gesteigertes Bewusstsein weltweiter „Interdependenz“ geltend, und so erlangten transnationale Problemlagen wie Umweltschäden oder Menschenrechtsverletzungen eine neue Bedeutung; das Spektrum der Akteure erweiterte sich mit dem Aufstieg einflussreicher Nichtregierungsorganisationen wie Amnesty International oder Greenpeace; und der politische Islamismus trat erstmals als eine international relevante Kraft hervor. Die Vorlesung nimmt diesen Formwandel der internationalen Beziehungen zum Ausgangspunkt, um zu fragen, welches die wichtigen Probleme und Konflikte waren, die die internationalen Beziehungen seit den siebziger Jahren bestimmten, welche Motivationen internationalem politischen Handeln zugrunde lagen und welche Effekte von ihm ausgingen. Thematisch geht es dabei vor allem um die verschiedenen Stränge der Entspannungspolitik, den „zweiten Kalten Krieg“ und das Ende der kommunistischen Herrschaft in Osteuropa; um die Politik der Supermächte in der „Dritten Welt“; um die oft als „Nord-Süd-Konflikt“ bezeichnete Auseinandersetzung zwischen Ländern des globalen Südens und den Industriestaaten des Nordens um eine neue Weltwirtschaftsordnung; und um globale Politikfelder wie Menschenrechte, Entwicklung oder Umwelt. Schließlich versucht die Vorlesung, die Veränderungen der internationalen Politik seit dem Ende des Kalten Krieges zu analysieren und historisch zu verorten. Dazu gehören die neuen Formen internationaler Gouvernementalität wie „humanitäre Interventionen“, UN-Friedenswahrungsmissionen und internationale Strafgerichtsbarkeit ebenso wie die Motive und Konsequenzen einer neuen internationalen Politik im Zeichen der Auseinandersetzung zwischen „Westen“ und islamistischem Terrorismus.
 
Die Veranstaltung schließt an die Vorlesung des Wintersemesters an, ist aber so konzipiert, dass sie auch aus sich heraus und damit für Neueinsteiger verständlich ist.
Literaturhinweise
Melvyn P. Leffler/Odd Arne Westad (Hg.): Cambridge History of the Cold War, Bd. 3, Cambridge 2010; Paul M. Kennedy: Parlament der Menschheit. Die Vereinten Nationen und der Weg zur Weltregierung, München 2007; Odd Arne Westad: The Global Cold War.Third World Interventions and the Making of Our Times, Cambridge 2005; Mark Mazower: Governing the World. The History of an Idea, London 2012; Jost Dülffer/Wilfried Loth (Hg.): Dimensionen internationaler Geschichte, München 2012.

 

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