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Fachdidatik

Titel
Das lange 19. Jahrhundert im Geschichtsunterricht (Fachdidaktik I)
Dozierende
Franziska Neuner
Uhrzeit
Do., 18-20 Uhr
Raum
Oltmannstraße 22, Raum 104
Typ
Übung
Veranstaltungsnummer
06LE11Ü-201525
Kommentar
Die wesentlichen Grundlagen unserer Gegenwart haben ihre Wurzeln im Zeitraum von der Französischen Revolution bis zum Ersten Weltkrieg. In dieser Epoche, die häufig als das „lange“ 19. Jahrhundert bezeichnet wird, entstehen große Industrien und Fabrikarbeit (Industrialisierung und Kapitalismus), setzt sich der moderne Nationalstaat durch und wachsende Bevölkerungskreise fordern politische Mitwirkung (Demokratisierung). Auch die wichtigen geistigen Strömungen wie Nationalismus, Liberalismus und Sozialismus haben ihre Ursprünge im 19. Jahrhundert oder gewinnen in dieser Zeit an Bedeutung.
 
Viele Ereignisse prägen in dieser Zeit die deutsche Geschichte: Unter dem Einfluss der Französischen Revolution und der napoleonischen Expansion geht 1806 das Alte Reich unter. Nach dem Wiener Kongress 1814/15 kommt es im Vormärz zur Unterdrückung nationaler und demokratischer Strömungen, was zum Scheitern der Revolution von 1848/49 führt. Der lang ersehnte deutsche Nationalstaat (1871) ist geprägt von preußischer Dominanz adliger Führungsschichten und der Militarisierung der Gesellschaft, aber auch von wirtschaftlichen Erfolgen und dem Aufstieg der Arbeiterbewegung. Der deutsche Anspruch auf Weltmachtstellung endet schließlich in der „Urkatastrophe“ des Ersten Weltkriegs.
 
Angesichts dieser komplexen Phänomene stellt die Epoche, die im Bildungsplan einen breiten Raum einnimmt (Klasse 8, Oberstufe), eine besondere Herausforderung für den Lehrer dar. In dieser Übung wird es darum gehen, unter der Leitkategorie „Modernisierung“ für Schüler der Oberstufe zu ausgewählten Themen der Epoche problemorientierte Fragestellungen zu entwickeln und auf der Grundlage einer Sachanalyse eine didaktische Analyse vorzunehmen, die einem problem- und kompetenzorientierten Geschichtsunterricht gerecht wird. Die Übung führt in die fachdidaktischen Fragestellungen ein und bereitet damit auf das Schulpraxissemester vor. Um die fachlichen Grundlagen zu gewährleisten, wird die vorbereitende Lektüre eines Überblickswerkes vorausgesetzt.
 
Anmeldung bitte bis spätestens 17.04.15 per mail an: franziska9er@gmx.de  (max. Kursgröße: 20; Aufnahme nach Zeitpunkt der Anmeldung)
 
Die Übung wendet sich an Lehramtsstudierende ohne Praxissemester (Fachdidaktik I). 
Literaturhinweise
Bildungsplan für die Kursstufe; Sauer, Michael: Geschichte unterrichten. Eine Einführung in die Didaktik und Methodik, Seelze-Velber 102012; Gies, Horst: Geschichtsunterricht. Ein Handbuch zur Unterrichtsplanung, Köln-Weimar-Wien 2004; Ewald Frie: Das Deutsche Kaiserreich (Kontroversen um die Geschichte). Darmstadt 2004; Bauer, Franz J.: Das >lange< 19. Jahrhundert. Profil einer Epoche. Stuttgart (Reclam), 3. Aufl. 2010;  Kocka, Jürgen: Handbuch der deutschen Geschichte Bd. 13: 19. Jahrhundert (1806-1918): Das lange 19. Jahrhundert: Arbeit, Nation und bürgerliche Gesellschaft. 2004; Wehler, Hans-Ulrich: Deutsche Gesellschaftsgeschichte. Bd.3: Von der „Deutschen Doppelrevolution“ bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges 1849-1914. München 1995; Winkler, Heinrich August: Der lange Weg nach Westen, Bd. 1: Deutsche Geschichte vom Ende des Alten Reiches bis zum Untergang der Weimarer Republik, 2000; Informationen zur politischen Bildung (Heft 315): Das 19. Jahrhundert. 2012, auch als pdf-download unter bpb.de.
 
 
Titel
Die Weimarer Republik im Geschichtsunterricht (Fachdidaktik I)
Dozierende
Dr. Torsten Gass-Bolm
Uhrzeit
Freitag, 9-11 Uhr
Raum
Oltmannstraße 22, Raum B111
Typ
Übung
Veranstaltungsnummer
06LE11Ü-201510
Kommentar
Die Weimarer Republik wird meist von ihrem Scheitern und Ende her, dem Aufstieg des Nationalsozialismus, betrachtet. Sie dient zudem als Negativfolie im Vergleich zur Erfolgsgeschichte der Bundesrepublik („Bonn ist nicht Weimar“). So beschränkt sich auch der baden-württembergische Bildungsplan auf das Lernziel, dass die „Schülerinnen und Schüler … wichtige Belastungsfaktoren der ersten Demokratie in Deutschland sowie Ursachen ihres Scheiterns erläutern“ können. Die Weimarer Republik, von innen verhasst, von außen gedemütigt, von Krisen zerrieben, von Anfang an zum Scheitern verurteilt, so scheint es.
So erzählt ist die deutsche Geschichte von 1918 bis 1933 langweilig. Doch Geschichte ist nie ein derartig eindimensionaler, scheinbar vorher bestimmter Prozess. Längst wird in der historischen Forschung ein differenzierteres Bild der Weimarer Republik gezeichnet, z.B. als „Krisenjahre der Klassischen Moderne“ (Peukert). Waren die 20er Jahre nicht auch eine faszinierende Zeit voller zukunftsträchtiger kultureller, sozialer und politischer Entwicklungen? Sind die Elemente direkter Demokratie in der Weimarer Verfassung nicht sogar hochaktuell, gab es nicht auch verheißungsvolle außenpolitische Annäherungsprozesse in Richtung Europa, brachte die Weimarer Sozialpolitik nicht wichtige Schritte in Richtung Sozialstaat?
In der Übung sollen Fragen gestellt und damit das scheinbar Selbstverständliche problematisiert werden. Damit werden zugleich Prinzipien der Geschichtsdidaktik erarbeitet (Konstruktcharakter und Problemorientierung von Geschichte; Kompetenzorientierung). Zudem werden Überlegungen angestellt, welche Relevanz diese Themen für heutige Schüler haben. So dient die Übung als Einführung in die Geschichtsdidaktik und zur Vorbereitung des Schulpraxissemesters.
Um die fachlichen Grundlagen zu gewährleisten, wird die Lektüre des Buchs von Eberhard Kolb, Die Weimarer Republik, vorausgesetzt.
 
Zielgruppe: Die Übung wendet sich an Lehramtsstudierende ohne Praxissemester (Fachdidaktik I)
 
Anmeldung bitte bis spätestens 17.04.15 per mail an: torsten.gass-bolm@doz.seminar-fr.de (max. Kursgröße: 20; Aufnahme nach Zeitpunkt der Anmeldung)
 
Scheinanforderungen:
-Erstellung eines schriftlichen Unterrichtsentwurfs (Sachanalyse, didaktisch-methodische Analyse, Material, Ergebnissicherung) und Mitgestaltung einer Sitzung
-Lektüre der Texte (Basistexte, Unterrichtsentwürfe)
-regelmäßige Mitarbeit in den Sitzungen
Literaturhinweise
Eberhard Kolb, Die Weimarer Republik (Oldenbourg Grundriss der Geschichte Bd. 16), München 82012; Ursula Büttner, Weimar. Die überforderte Republik. Leistung und Versagen in Staat, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur, Stuttgart 2008; Detlev J.K. Peukert, Die Weimarer Republik. Krisenjahre der Klassischen Moderne, Frankfurt a.M. 1987; Dieter Gessner, Die Weimarer Republik. Kontroversen um die Geschichte, Darmstadt 2002; Heinrich August Winkler, Weimar 1918 – 1933. Die Geschichte der ersten deutschen Demokratie, München 42005; Ulrich Herbert, Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert, München 2014;
Bildungsplan 2004. Allgemein bildendes Gymnasium, hrsg. vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg, S. 215ff.
(http://www.bildung-staerkt-menschen.de/service/downloads/
Bildugnspläne/Gymnsium_bildungsplan/ Gesamt.pdf); Michael Sauer: Geschichte unterrichten. Eine Einführung in die Didaktik und Methodik, Seelze-Velber 2001; Horst Gies: Geschichtsunterricht. Ein Handbuch zur Unterrichtsplanung, Köln-Weimar-Wien 2004.
 
 
Titel
Revolutionen als Gegenstand des historisch-politischen Unterrichts (Fachdidaktik I und II) (Veranstaltung ist belegt)
Dozierende
Dr. Jutta Bohn
Uhrzeit
Mo., 12-14 Uhr
Raum
HS 4429
Typ
Übung
Veranstaltungsnummer
06LE11Ü-20155
Kommentar
 
Revolutionen gehören zu den Standardthemen in den Bildungsplänen der Sekundarstufe II, denn sie gelten als Symbole der politischen Moderne.
In den „Einheitlichen Prüfungsanforderungen des Abiturs“ (EPA´s), die von egr Kultusministerkonferenz im Jahr 2005 formuliert wurden, umfasst die „Historische Kompetenz“ „Sach ,– „Methoden –, und „Urteilskompetenz“. Wir wollen in der Fachdidaktikübung mit Hilfe des historischen Vergleichs die Merkmale des Begriffs „Revolution“ sowie anhand exemplarischer Beispiele die Unterschiede herausarbeiten.
Als Studienleistung (FD I und II) muss eine didaktische Analyse zu einer kleineren Unterrichtseinheit erstellt und vorgestellt werden. Für das FD II – Modul wird eine Präsentationsprüfung zu einem methodischen Schwerpunkt durchgeführt.
Als didaktische Grundlage dienen die Modelle von Peter Gautschi und Waltraud Schreiber.
 
Teilnahme an der Übung zum Erwerb der Studien- bzw. Prüfungsleistungen für FD I und FD II.
Literaturhinweise
Didaktische Grundlagen:
Peter Gautschi, Guter Geschichtsunterricht, Wochenschauverlag 2010
Waltraud Schreiber, Ein Kompetenz – Strukturmodell historischen Denkens, Z.f.Päd - 54. Jahrgang 2008 - Heft 2.
Conrad, Franziska, Perspektivenübernahme, Sachurteil, Werturteil. Geschichte lernen, 139/2011
Fachliteratur (Standardwerke)
Schulin, Ernst, Die Französische Revolution, 5.Aufl. Beck Reihe historisches Wissen, München 2013
Moritz, Verena, Leidinger, Hannes, Die Russische Revolution, UTB Profile 2011
Lerg, Charlotte, Die Amerikanische Revolution, UTB Profile 2010
Osterhammel, Jürgen, Die Chinesische Revolution, Konstanz 2008
http://kops.uni-konstanz.de/bitstream/handle/123456789/11668/
JO_2000._Chinesische_Revolution.pdf?sequence=1&isAllowed=y
Karla, Anna, Revolution als Zeitgeschichte, Vandenhoeck und Ruprecht 2014
Ausschnitte aus Gesamtwerken:
Büttner Ursula, Weimar, Schriftenreihe der BpB Bd.729, S.33-64
Winkler, Heinrich August, Auf ewig in Hitlers Schatten, S.10 – 57, Beck 2007
Osterhammel, Jürgen, Die Verwandlung der Welt, C.H. Beck 2009, S.736-817
Didaktische Zeitschriften:
Geschichte betrifft uns, 1/2009, Die Französische Revolution
Geschichte betrifft uns, 1/2005, Die Revolution 1918/19
Geschichte betrifft uns, 6/2007 Die Amerikanische Revolution
Geschichte betrifft uns, 3/2009, Wiedervereinigung 1989/90
Schulbücher:
Geschichte und Geschehen, Oberstufe Klett
Histoire/Geschichte, Klett Bd. 2 und 3
Kursbuch Geschichte, Cornelsen
 
 
Titel
Wir und die Anderen - Menschen- und Feindbilder im Wandel der Zeit (Fachdidaktik I und II)
Dozierende
Heike Bömicke
Uhrzeit
Mo., 10-12 Uhr
Raum
Peterhof – Raum 3
Typ
Übung
Veranstaltungsnummer
06LE11Ü-201537
Kommentar
Vorurteile sind Phänomene, die zu unserem Alltag gehören. Wir erleben sie unmittelbar bei uns selbst, in unserem sozialen Umfeld und vermittelt über die Berichterstattung in den Medien.Folglich ist eine kritische Auseinandersetzung mit Vorurteilen, Identitätskonzepten und sozialen Zuschreibungen von größter Wichtigkeit. Im Rahmen dieser Übungwird daher die auf sozialen Zuordnungen beruhende Entstehung von Vorurteilen und Feindbildern im Laufe der Geschichte– beginnend mit dem Mittelalter - behandelt werden. Am Beispiel eines historischen Längsschnittes werden die Mechanismen von Inklusion und Exklusion in ihrer Historizität kenntlich und epochenübergreifend vergleichbar gemacht. Dadurch wird nicht nur das jeweils herrschende Menschenbild erhellt, sondern auch der Blick geschärft für menschliche Grundprobleme wie Intoleranz, soziale Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit, Ausgrenzung, Rassismus und Antisemitismus. Die Vergangenheit wird unmittelbar auf die Gegenwart bezogen, um einerseits sinnvolles Geschichtslernen durch Lebensweltbezug zu erreichen, andererseits im historischen Vergleich die Schlüsselbegriffe der jeweiligen Epoche zu vermitteln.Ausgehend davon werden in dieser Übung didaktische Konzepte entwickelt, die innerhalb eines problemorientierten Geschichtsunterrichts den Schülerinnen und Schülern die Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Epochen vom Mittelalter bis zur NS-Zeit ermöglichen.  
 
Anmeldung bitte bis spätestens 17.04.15 per Email an: HHuebner@gmx.de
 

Teilnahme an der Übung zum Erwerb der Studien- bzw. Prüfungsleistungen für FD I und FD II.
Literaturhinweise
Barres, E.; Vorurteile. Theorie – Forschungsergebnisse – Praxisrelevanz, Opladen 1978.
Hergemöller, B.-U.; Randgruppen der spätmittelalterlichen Gesellschaft, 2. Aufl., Warendorf 1994.
BpB (Hrsg);Informationen zur politischen Bildung: Vorurteile; Nr. 271,überarbeitete Neuauflage, Bonn 2005.
Kümper, H. / Pastors, M.; Mittelalter. Fundus – Quellen für den Geschichtsunterricht, Schwalbach/Ts. 2008.
Petersen, L.-E. / Six, B. (Hrsg.): Stereotype, Vorurteile und soziale Diskriminierung. Theorien, Befunde und Interventionen, Weinheim und Basel 2008.
Winterling, A.; Begriffe, Ansätze und Aussichten historischer Anthropologie,in: ders. (Hrsg.): Historische Anthropologie, München 2006, S. 9-29.
Fachdidaktische Literatur:
Gautschi, P.;Geschichte lehren, Lehrmittelverlag des Kantons Aargau, 2. Aufl.2000
Klafki, W.; „Schlüsselprobleme“ als thematische Dimension einer zukunftsbezogenen „Allgemeinbildung“ – Zwölf Thesen, in: Die Deutsche Schule. Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, Bildungspolitik und pädagogische Praxis, 3. Beiheft, 1995, S. 9-14.
Körber, A. / Schreiber, W. / Schöner, A. (Hrsg.); Kompetenzen historischen Denkens. Ein Struktur-Modell als Beitrag zur Kompetenzorientierung in der Geschichtsdidaktik, Neuried 2007
Kühberger, C. / Windischbauer, E.; Individualisierung und Differenzierung imGU, Wochenschau-Verlag 2012, S.17-19
Süßmuth, H; Geschichtsdidaktik. Eine Einführung in Aufgaben und Arbeitsfelder, Göttingen 1980
Uffelmann, U.; Problemorientierter Geschichtsunterricht. Grundlegung und Konkretionen, Villingen-Schwenningen 1990
 
 
Titel
Quellenarbeit im Geschichtsunterricht (Fachdidaktik II)
Dozierende
Stefan Zwick
Uhrzeit
Mi., 18-20 Uhr
Raum
Oltmannstraße 22 - Raum 106
Typ
Übung
Veranstaltungsnummer
06LE11Ü-201536
Kommentar
Geschichtsbilder von Jugendlichen werden durch darstellende, anschauliche Formen von Geschichte geprägt, durch Erzählungen von Älteren, durch Filme, Comics, Jugendbücher oder Computerspiele. Hier wird Geschichte als ein bereits fertiges Bild, als ein narratives Konstrukt präsentiert.
Demgegenüber sieht die Fachdidaktik in der Beschäftigung mit historischen Quellen einen Schwerpunkt der schulischen Beschäftigung mit der Vergangenheit. Quellenarbeit erfordert die eigene Konstruktion von Geschichte, die Verortung der Quelle in ihrem historischen Kontext, die Erarbeitung des Standortes, der Intention und der Argumentation des Autors. Sie ist weit mehr, als der Quelle ihre unmittelbaren Informationen zu entnehmen.
Quellenarbeit in der Schule unterscheidet sich zudem in der Regel von der in der Wissenschaft, zumindest in der Neuesten Geschichte. Statt viele Quellen zu sichten und zu interpretieren, gilt es in der Schule, zum einen wenige, kurze und besonders aussagekräftige Quellen für Schüler aufzubereiten und zum anderen den Schülern methodische Fertigkeiten zur selbstständigen Quellenanalyse an die Hand zu geben.
Dies erfordert Reflexion und Übung. Hierzu dient die angebotene fachdidaktische Übung. Die Studierenden wiederholen und vertiefen die didaktischen Prinzipien und üben die Methoden der Quellenanalyse sowie die Umsetzung im Geschichtsunterricht. Im Mittelpunkt stehen schriftliche Quellen. Dabei wiederholen und vertiefen die Studierenden die geschichtsdidaktischen Prinzipien und üben die Planung guten Geschichtsunterrichts.
 
Anmeldung bitte bis spätestens 17.04.15 per Email an: zwick@dhg-freiburg.de(max. Kursgröße: 15; Aufnahme nach Zeitpunkt der Anmeldung)
 
Die Quellen entstammen dem Stoff der Kursstufe 1.
Literaturhinweise
Bildungsplan Baden-Württemberg (2004): http://www.bildung-staerkt-menschen.de/service/downloads/Bildungsstandards/Gym/Gym_G_bs.pdf;
Hans-Jürgen Pandel: Die schriftliche Quelle im Geschichtsunterricht, Schwalbach/Ts. 32003;
Hans-Jürgen Pandel: Quelleninterpretation, in: Ulrich Mayer, Hans-Jürgen Pandel, Gerhard Schneider (HG.): Handbuch Methoden im Geschichtsunterricht, Schwalbach/Ts. 2004, S. 152-171.
Geschichte lernen H. 46, 1995: Arbeit mit Textquellen;
Gerhard Schneider: Über den Umgang mit Quellen im Geschichtsunterricht, in: GWU 45 (1994), H. 2, S. 73-90;
Christina Brüning: Die Verwendung von Textquellen im Geschichtsunterricht, in: Michele Barricelli/Martin Lücke (Hg.): Handbuch Praxis des Geschichtsunterrichts Bd. 2, Schwalbach/Ts. 2012, S. 92-107;
Michael Sauer: Geschichte unterrichten. Eine Einführung in Didaktik und Methodik, Seelze-Velber 2003 (insb. S. 85-95).
 
 
Titel
Filme im Geschichtsunterricht (Fachdidaktik II)
Dozierende
Dr. Torsten Gass-Bolm
Uhrzeit
Fr., 11-13 Uhr
Raum
Oltmannstraße 22 - Raum B110
Typ
Übung
Veranstaltungsnummer
06LE11Ü-201511
Kommentar
Filme sind ein beliebtes Medium im Geschichtsunterricht – besonders vor den Ferien. Doch Filme sind weit mehr als Entspannung für Schüler und Lehrer. Sie tragen in hohem Maße zur medialen Präsenz von Geschichte bei und prägen so wesentlich Geschichtsbilder. Filme haben oft auch eine höhere Suggestionskraft und eine größere emotionale Wirkung als andere Zugänge zu Geschichte. Gerade in den letzten Jahren haben Filme und Filmreihen wie „Unsere Mütter, unsere Väter“ (2013), „Die Deutschen“  (2008/10) oder „Dresden“ (2006) für ein öffentliches Interesse gesorgt, das andere Formen der Darstellung von Geschichte nur selten erreichen. Das visuelle, scheinbar „realistische“ Moment von Filmen  bewirkt jedoch, dass „das Dargestellte leichter als bei anderen Medien und Quellen ungefragt zur geschichtlichen Wahrheit [gerät]“ (Zwölfer).
Wie andere Quellen auch sind Filme in der Regel perspektivisch und interessengeleitet. Darüber hinaus unterscheiden sie sich deutlich in ihrem Charakter. Weitgehend unbearbeitete Filmdokumente (z.B. private Familienfilme) stellen Vergangenheit anders dar als zur Belehrung (z.B. FWU-Filme)und/oder Manipulation (z.B. NS-Wochenschauen) produzierte Dokumentarfilme. Manche Spielfilme erheben den Anspruch auf eine realistische Wiedergabe von Vergangenheit (z.B. „Der Baader Meinhof Komplex“, 2008), in anderen ist die Vergangenheit weitgehend auf die Funktion einer Kulisse für eine fiktive „story“ beschränkt (z.B. „Mantel- und Degen-Filme“). Mischformen zwischen Dokumentar- und Spielfilm, in denen Spielfilmszenen mit realen Filmdokumenten und Interviews gemischt werden (z.B. „Deutschlandspiel“, 2000), erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.
Im Geschichtsunterricht können Filme als Quelle für die Produktionszeit oder als Darstellung über die Filmzeit dienen – oder beides. In der Übung werden auf der Grundlage der geschichtsdidaktischen Prinzipien Filme zu verschiedenen Epochen auf ihren Charakter, ihr Geschichtsbild und ihre didaktisch-methodische Verwendung im Unterricht hin untersucht.
 
Zielgruppe: Die Veranstaltung richtet sich an Lehramtsstudierende im Hauptstudium nach dem Schulpraxissemester. Studierende der neuen Prüfungsordnung (GymPO) müssen bereits mit Erfolg eine fachdidaktische Übung (Fachdidaktik I) absolviert haben.
 
Anmeldung bitte bis spätestens 17.04.15 per mail an: torsten.gass-bolm@doz.seminar-fr.de (max. Kursgröße: 15; Aufnahme nach Zeitpunkt der Anmeldung)
 
Scheinanforderungen:
Lektüre der Texte (Basistexte, Unterrichtsentwürfe), regelmäßige Mitarbeit in den Sitzungen; Erstellung eines Unterrichtsentwurfs mit Filmelementen (Studienleistung); Studierende der neuen Prüfungsordnung (GymPO) legen eine mündliche Prüfung ab (Prüfungsleistung).
Literaturhinweise
Bildungsplan Baden-Württemberg (2004): http://www.bildung-staerkt-menschen.de/service/downloads/Bildungsstandards/Gym/Gym_G_bs.pdf;  Näpel, Oliver: Film und Geschichte: „Histotainment" im Geschichtsunterricht, in: Barricelli, Michele/Lücke, Martin (Hg.): Handbuch Praxis des Geschichtsunterrichts, Bd.2, Schwalbach/Ts. 2012, S.146-171; Praxis Geschichte 5/2006: Spiel-Filme im Geschichtsunterricht (bes. die Einleitung von Jens Schillinger); Praxis Geschichte 3/2012: Geschichte im Fernsehen. Dokumentarische Filme (bes. die Einleitung von Klaus Fieberg); GWU 7/8 (2013): Geschichte im Film; Korte, Barbara/Paletschek, Sylvia (Hg.): Geschichte in populären Medien und Genres. Vom historischen Roman zum Computerspiel, Bielefeld 2009; Fischer, Thomas; Wirtz, Rainer (Hgg.): Alles authentisch? Popularisierung der Geschichte im Fernsehen, Konstanz 2008.
 
 
Titel
Potenzial und Grenzen globalgeschichtlicher Perspektiven und Vergleiche im Geschichtsunterricht (Fachdidaktik II)
Dozierende
Dr. Ulrich Maneval
Uhrzeit
Do., 14-16 Uhr
Raum
Oltmannsstr. 22 - Raum B 001
Typ
Übung
Veranstaltungsnummer
06LE11Ü-201524
Kommentar
Während der Bildungsplan von 2004 in Klasse 10 auf eine (durchaus auch zu problematisierende) europäische Identitätskonstruktion zielte und in der Kursstufe (11 und 12) das Paradigma „Moderne“ erkenntnisleitend war, macht dieArbeitsfassung des neuen Bildungsplanes für 2016 deutlich, dass im Geschichtsunterricht künftig schon in der Sekundarstufe I globalgeschichtliche Perspektiven und Vergleiche eine größere Rolle spielen werden. Damit finden verstärkt Ansätze im Unterricht Eingang, die in der Geschichtswissenschaft in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen haben. In dieser Fachdidaktikveranstaltungwerden wir konkrete, kompetenzorientierte Unterrichtskonzepte entwickeln, die diese Ansätze aus der Geschichtswissenschaft und Geschichtsdidaktik für den Unterricht am Gymnasium fruchtbar machen.
 
Die Fachdidaktik II - Übung wendet sich an alle GymPO- Lehramtsstudierende nach dem Praxissemester.

WPO-Studierende besuchen bitte eine FD I - Übung.
 
Anmeldung bitte bis spätestens 17.04.15 per mail an: UManeval@t-online.de (max. Kursgröße: 15; Aufnahme nach Zeitpunkt der Anmeldung)
 
Ein schriftlicher Unterrichtsentwurf (Studienleistung) und eine mündliche Prüfung (Prüfungsleistung) sind verpflichtend.
Literaturhinweise
Osterhammel, Jürgen: Geschichtswissenschaft jenseits des Nationalstaats. Studien zu Beziehungsgeschichte und Zivilisationsvergleich, Vandenhoeck& Ruprecht, Göttingen 2001; Sebastian Conrad, Andreas Eckert, Ulrike Freitag (Hg.): Globalgeschichte. Theorien, Ansätze, Themen, Campus, Frankfurt a.M. 2007; Verband der Geschichtslehrer Deutschlands (Hg.): Globalgeschichtliche Perspektiven im Geschichtsunterricht, in: Geschichte für heute 3 / 2009; Werner Abelein u.a.: Globale Perspektiven im Geschichtsunterricht. Quellen zur Geschichte und Politik, Klett, Stuttgart/Leipzig 2010; Kurshefte Geschichte, Cornelsen, Berlin (z.B. Europa und die Welt um 1500, 2001; Die islamische Welt und Europa 2002; China: Kaiserreich und Moderne 2002); Arbeitsfassung des neuen Bildungsplanes: http://www.bildung-staerkt-menschen.de/bp2015/
arbeitsfassung (17.05.2014).

 

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