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Blockseminar und Exkursion: Relikte und Rekonstruktionen. Regionale Geschichtskultur zwischen Donau und Bodensee

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Wann 28.06.2018 00:00 bis
16.07.2018 20:00
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Blockseminar: 23. April , 28. Mai, 11. Juni, 25. Juni, 16. Juli, jeweils 16-20 Uhr.
Exkursion: 5-8. Juli 2018. (Fahrradexkursion)

Anmeldung: bis 23.04.2018 bei Prof. Dr. Dieter Speck: dr.speck@uniarchiv.uni-freiburg.de
Gleichzeitig ab dem 26.03.2018 belegen der Übung (06LE11Ü-201826) über HISinOne!

Übung und Exkursion nehmen das Spannungsverhältnis von historischen Überresten, deren Transformation durch selbst bereits historisch gewordene Erinnerungskulturen und neu geschaffenen Orten populärer Geschichtskulturen in den Blick. Am Beispiel der historischen Landschaften Hegau und Oberschwaben sollen die unterschiedlichen Formen der Aneignung von Geschichte untersucht und ihre Eignung für die Vermittlung von historischem Wissen in Wissenschaft, Schulunterricht, Medien und Tourismus reflektiert werden. Der Raum zwischen Donau und Bodensee bietet hierfür besonders reiches Anschauungsmaterial. Neben Relikten aus Mittelalter und Renaissance wie der Krypta der Stiftskirche in Buchau aus der Zeit um 1000 oder Burg Wildenstein und Schloss Messkirch als Zeugnisse aus der Renaissance stehen Orte wie der Hohentwiel, der als frühmittelalterlicher Herzogsresidenz, spätmittelalterliche Adelsburg, Festung und schließlich als württembergisches Staatsgefängnis mehrere Transformationen erfuhr, und Schloss Sigmaringen, das im 19. Jahrhundert zu einem Erinnerungsorden der Hohenzollern in Süddeutschland umgebaut wurde. Seit der Jahrtausendwende sind in dem Raum mehrere Projekte entstanden, die mit der Schaffung erlebnisorientierter Orte zur Geschichtsvermittlung gezielt den Tourismus in der Region fördern wollen. Im Freilichtmuseum Heuneburg, beim Bauprojekt der mittelalterlichen Klosterstadt Campus Galli und beim Nachbau der Bachritterburg als Sitz eines Niederadelsgeschlechts verschränken sich Experimentalarchäologie, „Living History“ und „Reenactment“ als vermeintlich zeitgemäße Konzepte der Geschichtskultur.

In der Übung soll sowohl Grundlagenwissen über die Geschichte des Exkursionsraumes von der Antike bis zur Frühen Neuzeit als auch der theoretische Rahmen dieser unterschiedlichen Formen der Geschichtskultur erarbeitet werden. Die Bereitschaft zur Übernahme eines Referats in der Übung sowie einer Führung auf der Exkursion, die Impulse zur kritischen Reflexion der besuchten Stätten geben, wird erwartet.

Wichtiger Hinweis: Als Fortbewegungsmittel auf der Exkursion dient ein von jedem Teilnehmer mitzubringendes und verkehrstüchtiges Fahrrad. Die Teilnehmer sollten daher bereit und in der Lage sein, zwischen 30 und 50 km täglich per Fahrrad zurückzulegen. Die Anreise erfolgt mit der Bahn, das Gepäck wird von einem Begleitfahrzeug transportiert.

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